Eurokrise – Was passiert mit den Krisenstaaten?

Der neue Vorschlag über eine Kreditversicherung einen Hebel zur Aufweitung des Rettungsschirms zu realisieren, zeugt von fehlendem Verständnis unserer Politiker für die Zusammenhänge in der Eurokrise. Die Vorschläge würden wohl funktionieren, wenn die Krisenstaaten sich nicht in einem destabilisierenden Regelungsprozess befinden würden. Da sie sich aber alle einer Fremdwährung – dem Euro – gegenüber sehen, werden sie durch die Mechanismen des Marktes, die die Volkswirtschaftslehre mit ihren Kausalketten beschreibt, in die Enge getrieben. Es gibt nur einen Weg, zumindest was die Tragfähigkeit der Staatsverschuldung anbelangt, die Fremdwährung „Euro“ zur Eigenwährung zu machen. Und dieser lautet, dass der Haftungsraum für die Staatsschulden dem Währungsraum entsprechen muss. Alle Staaten müssen für alle Staatsschulden haften und alle zusammen müssen entsprechend ihrer jeweiligen Leistungsfähigkeit ihren Anteil zu Zins und Tilgung beisteuern. Im Klartext bedeutet das, dass die Illusion, dass Griechenland die hohen Zinsen und die hohe Verschuldung und die Restrukturierung ohne Einfluss auf die Währung alleine schultern kann, endlich als solche erkannt werden muss. Man wollte die Worte der Euroskeptiker damals nicht wahr haben. Dafür müssen wir jetzt die Suppe auslöffeln.